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simbad
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simbad
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Was Online Gamer wollen 28.03.2021 - 13:05

Moin,

ich frage mich aktuell, was eigentlich ein gutes Online Game auszeichnet. Ich spiele ja nun schon ne Weile das eine oder andere Browsergame. Ich würde ja auch mal sowas umsetzen, technisch wäre das eher nicht das Problem, wenn ich auch bei den Grafiken so meine Probleme haben würde.

Aber das ist, glaube ich, alles irgendwie lösbar. Nur eine wirklich gute Spielidee will mir nicht in den Kopf. Ich denke auch nicht, das es die Spielidee, oder das Spielprinzip sind, die entscheidend sind. Man muss vielmehr bei der Realisierung darauf achten, das man eine wie auch immer geartete Community damit ansprechen kann.

Und daher eben die Frage. Was bindet eigentlich den geneigten Online-Gamer an ein Spiel....... egal ob MMO mit einem nativen Client oder ein Browsergame. Denn Browsergames kann man ja mittlerweile auch recht dynamisch gestalten.

Na vielleicht hat ja einer ein paar Links oder Einsichten.


Mein Versuch: http://www.prbrowsergame.de

Noch mehr von meinem Versuch: http://blog.simulated-universe.de

Horz
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Horz
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24.09.2021 - 01:45

Ich frage mich gerade, ob ich ein typischer Online-Gamer bin.

Tatsache ist, dass ich gerne und viel spiele - und dies schon seit langen Jahren. Dabei mag ich an sich komplexe Spiele - aber Single-Player langweilen mich oft nach einem gewissen Zeitkontingent... habe festgestellt, dass ich nach ca. 140 Steam-Stunden meistens die Nase so dermaßen vom Game voll habe, dass ich eine längere Pause einlege... 

Online-Games hingegen bieten mir eine zusätzliche, eine soziale Ebene. Das kann vielleicht nur der Chat sein, der nebenher lesbar ist - aber man hat das Gefühl, man kommuniziert. Spielerische Überlegungen wie : "Ich baue mal meinen Charakter total exotisch auf!" bekommen in einem Online-Game oft eine eigene Dynamik... es findet dann nämlich ein Austausch statt... das kann ein "Du Noob" sein oder auch echtes Interesse an den individuellen Spielerfahrungen.

Komplexe Online-Games bieten mir also nicht nur individuelle Spielweisen, sondern auch einen spannenden Austausch/Wettbewerb mit anderen Spielern. Während ich bei Single-Playern mich irgendwann immer Frage "Warum mache ich das überhaupt?" frage ich mich bei gängigen MMOs eher "Warum zahle ich dafür überhaupt noch Geld!" 

Zur Zeit spiele ich noch den Marktführer bei den Browser-Aufbauspielen Forge of Empires - einfach, weil es sehr umfangreich ist und man es sehr gut kostenlos spielen kann (empfinde ich auf jeden Fall so). Hier stellt sich aufgrund der sozialen Komponente (Gilde) nicht so schnell die Frage nach der Motivation und da ich kostenfrei spiele auch nicht nach dem Geld.

Ein erfolgreiches Online Game kann sicherlich nicht auf gute Spielmechaniken, Komplexität und eine gute Community verzichten. Am unwichtigsten auf Dauer ist noch die Grafik. Niemand den ich kenne spielt ein Spiel über Monate oder Jahre, weil die Grafik so hübsch ist.

 

 


VisionUndInit
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VisionUndInit
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26.09.2021 - 09:12

Was mir bei online Spielen immer gefallen hat, waren verschiedene Fraktionen. Keine dynamischen Fraktionen wie Gilden oder der gleichen, sondern feste Fraktionen die bei der Erstellung gewählt werden müssen. Dies schafft ein Gefühl von Einheit. Es motiviert auch stärker zu werden um einen größeren Einfluss auf Schlachten oder Kriege zu haben.

Ein Beispiel für ein gutes Fraktionssystem (aus meiner Sicht) für ein Browsergame war Bloodthrone. Das Spiel gibt es aber nicht mehr. Es hatte zu wenig komplexität um die Langzeitmotivation aufrecht zu erhalten.

Es gab hier eine Weltkarte mit vielen Städten. Drei Fraktionen mussten um diese kämpfen. Je mehr Städte man kontrolliert hat, desto höher war der Bonus auf die Rohstoffproduktionen. Die Fraktion die das Zentrum der Karte kontrolliert hat, hat einen speziellen Bonus erhalten. Je näher man zu den gegnerischen Hauptstädten gekommen ist, desto stärker waren die NPC Garnisonen. Es gab demnach riesige Massenschlachten. Vor allem an Schlüsselpositionen wie Pässen oder Flussübergängen.

Es gab hier auch globale Events. Zum Beispiel sind Oger aus den Bergen gekommen und haben alle drei Fraktionen angegriffen.

Hier ein Beispiel. Habe es zufällig aus YouTube gezogen.


Besucht uns gerne auch auf:
YouTube

Horz
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Horz
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01.10.2021 - 19:15

Für meinen Geschmack zäumst du das Pferd von hinten auf. Communitys sammeln sich um verwirklichte Ideen. Wenn du das Projekt nach der Community ausrichtest, kann da eigentlich nix originelles bei rauskommen. Es wird ein Klon. 

Klone finde ich im Normalfall aber langweilig. Ich spiele ja, um was neues zu erleben, und nicht das mir bekannte Spielprinzip. Wenn du also fragst, was Online-Spieler - oder generell Spieler - wollen, dann ist meine Antwort : Deine persönliche Vision. 

Wenn du gerade keine hast, dann ist es eh nicht der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Projekt. Dann häng dich lieber irgendwo dran und mache dich bei bestehenden Visionen nützlich :)

 


Aktualisiert: 01.10.2021 - 19:26
Wulfman
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Wulfman
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28.12.2021 - 16:44

Ja, ich denke auch die Idee und die Umsetzung sind vorerst wichtig. Als erster Blickfang ganz klar die Optik und danach muss man mit dem Spiel selbst punkten. Meine Erfahrung ist, dass man die menschliche Psycholgie nie außer acht lassen sollte. Dass die Menschen "Sammler und Jäger" sind, ist kein Scherz, ebensowenig wie sie gerne erobern und Siege erringen wollen. Eine ewige Ruhmestafel kann auch nicht schaden ;)

Eine Community sollte sich dann von selbst ergeben und man muss sie nur ermöglichen, fördern und leiten.


Aktualisiert: 28.12.2021 - 16:48
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